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Aus dem Newsletter des Johannes Verlags Einsiedeln

ZUM 90. GEBURTSTAG VON ROBERT SPAEMANN
ÜBER DEN SINN DES LEIDENS

Im letzten Beitrag der «Einsprüche» geht es um den Sinn des Leidens, «um die Frage nach dem Sinn der Erfahrung von Sinnlosigkeit. Anhand der Analyse zeitnaher Probleme der Psychopharmaka, der Euthanasie, der Verdrängung der Todesproblematik zeigt Spaemann die Wirksamkeit christlicher Deutung, dass das Paradoxon Sinn des Leidens nur eine Funktion in Bezug auf Sinn haben kann. Leiden kann nur dann einen Sinn haben, wenn es relativ ist, d.h. wenn jedes Leiden aufgehoben wird. Der Aufstand des Endlichen als kosmisches Ereignis findet nach Spaemann dort eine Überwindung, wo er adäquat als Leid erfahren wird. Auch Golgatha ist endlich und birgt in diesem Leid eine überzeitliche Wahrheit, die die Apokalypse verheißt. Philosophie und bedachtes Christentum erfahren in Spaemanns Denken eine Symbiose, eine zeitnahe, aktuelle und gesellschaftskritische Dimension, die über das bloß Zeitgenössische hinausgeht.» Salzburger Nachrichten

Aus dem Buch EINSPRÜCHE CHRISTLICHE REDEN von ROBERT SPAEMANN
1977, 135 Seiten, kartoniert Euro 14.50; SFr. 28.- Horizonte Neue Folge 12 ISBN 978 3 89411 225 7

«Die extreme Konzentration auf bloße Leidvermeidung, unter Verzicht auf jede Sinngebung, ist die Euthanasie. [...] Euthanasie ist logische Konsequenz einer bestimmten Einstellung zum Leben. Wenn man das Leiden nicht mehr aufhalten kann, macht man dem Leben ein Ende, weil die Existenz nicht als solche Sinn hat, sondern es nur darauf ankommt, sie lustvoll zu gestalten. Wo das nicht mehr gelingt, ist es das Naheliegendste, das Leben zu beseitigen. Gleichzeitig stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach dem Sinn des Leidens nun erst recht. Sie kann überhaupt erst dort artikuliert werden, wo die archaischen Lebensformen zerbrechen, wo die alte Einbindung in die Gruppe sich löst, eine Einbindung, die den Menschen zugleich auch im Kosmos beheimatet hat. Dass die Sinnfrage auftaucht, ist ein Symptom für die Vereinsamung des Menschen, für den der Kosmos nicht mehr Heimat ist, der sich nicht mehr fraglos geborgen weiß, sondern sich allein vorfindet, gegenüber dem Schweigen der unendlichen Räume, von dem Pascal spricht.» [121]

  
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Einsiedler Adventseinkehrtage 2016

"Die verborgene Schöpfermacht Gottes — der Heilige Geist"

P. Hans Schaller SJ (Jesuitenpater, ehemaliger Studenten- und Akademikerseelsorger und Spiritual, heute Superior der Jesuitengemeinschaft in Basel) hat drei Vorträge zur Glaubensthematik in der Moderne und eine Marienbetrachtung im Rahmen der traditionellen Einsiedler Adventseinkehrtage 2016 im Theatersaal des Klosters Einsiedeln von Samstag 26. November bis Sonntag 27. November 2016 gehalten.

Für weitere Informationen beachten Sie den Terminkalender.
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Letzte Aktualisierung: 20. März 2017